Obwohl es unser letzter Tag in Rom war, steckte der fünfte Tag noch einmal voller Erlebnisse und Eindrücke. Schon am frühen Morgen herrschte geschäftiges Treiben: Wir mussten nicht nur bereit für den Tag sein, sondern auch unsere gesamten Sachen packen und in die Hotellobby bringen – ein erstes Zeichen dafür, dass sich unsere Reise dem Ende näherte.
Kurz darauf machten wir uns auf den Weg zur Engelsburg. Unterwegs kamen wir am Augustusmausoleum vorbei, wo Johannes und Sofia uns mit einer ausführlichen Präsentation versorgten und uns einen Einblick in die Geschichte dieses bedeutenden Grabmonuments gaben. Nach einem weiteren Stück Fußweg erreichten wir schließlich die Engelsburg. Zwar betraten wir das heutige Museum nicht, doch direkt am Fuß der Burg erzählten uns Tim und Bjarne spannende Details über das ursprüngliche Mausoleum für römische Kaiser und spätere Fluchtburg und das Gefängnis der Päpste. Anschließend führte uns eine kleine Aufgabe auf die gegenüberliegende Brücke: Wir sollten einen Engel mit einer Dornenkrone finden – so konnten wir die Umgebung und den Tiber noch genauer erkunden.
Danach ging es weiter in Richtung Vatikanstadt. Sie lag nur einen kurzen Fußweg entfernt, doch ein gerade stattfindender Gottesdienst zwang uns zu einer kurzen Pause. Diese Wartezeit zahlte sich jedoch aus: Da wir ganz vorne standen, gehörten wir zu den Ersten, die sich für den Petersdom anstellen konnten. Angesichts der enormen Schlange wurde uns schnell klar, wie viel Glück wir hatten – weiter hinten hätten wir es vermutlich nicht mehr rechtzeitig hineingeschafft.
Im Vatikan angekommen, hörten wir zunächst einen informativen Vortrag von Leo und Thomas, bevor wir in Kleingruppen den Petersdom betraten. Schon beim Eintreten wurde uns bewusst, wie gewaltig dieses Bauwerk ist: Man fühlte sich plötzlich ganz klein. Die kunstvoll verzierte Kuppel ragte hoch über uns, der Boden war mit aufwendigen Mosaiken geschmückt, und überall entdeckte man lateinische Inschriften, beeindruckende Statuen und detailreiche Kunstwerke. Es war ein Ort, der einen gleichzeitig überwältigte und faszinierte.
Doch irgendwann ging auch diese besondere Zeit zu Ende. Wir machten uns auf den Rückweg zum Hotel, holten unser Gepäck ab und versammelten uns schließlich um 16:20 Uhr zur Abreise. Gemeinsam gingen wir zum Bahnhof Tiburtina, wo wir in den Nachtzug einstiegen. Damit endete nicht nur dieser ereignisreiche Tag, sondern auch unsere Reise.
Wie schade, dass die Zeit in Rom so schnell vergangen ist. Doch die Erinnerungen bleiben. Arrivederci, Rom!
Felix und Hektor (aus 10b)