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Kletterfahrt nach Pottenstein 2021

Ihr wisst noch nicht, was ihr dieses Schuljahr als Sportkurs wählen könntet? Die Kletterfahrt nach Pottenstein können wir empfehlen!

Samstag. 8:30 Uhr.

Treffen am Roxx. Gemeinsam lernten wir uns, Herrn Vehring, die Schüler*innen vom THG und HG, Herrn Wiehl vom THG, Herrn Aha vom HG, sowie die weibliche Unterstützung Stina und Lina, und Jan (auch bekannt als Womanizer) kennen. Für einige war es die erste Einführung ins Klettern und Sichern, für andere eine Auffrischung.

Sonntag. 8 Uhr.

Treffen am THG. Es ging los, nachdem alles eingepackt und alle negativ getestet waren, nach Pottenstein. Peter, unser netter Busfahrer, brachte uns sicher Richtung Süden. Eine Rast plante er bei McDonalds ein. Gegen Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz „Bärenschlucht“ an. Beeindruckt von dem Panorama und den Temperaturen, in der Sonne hatte es nämlich 25°C, luden wir gemeinsam mit Peter alles aus dem Bus aus. Jeder baute mit seiner selbstgewählten Zeltgruppe sein Zelt auf. Alles klappte unproblematisch, Herr Aha hatte natürlich trotzdem Anmerkungen. Danach wurde zusammen das riesen Gemeinschaftszelt aufgebaut, in dem gekocht und gegessen wurde. Abwechselnd kochten die Kochgruppen der jeweiligen Schulen. Gegen 19 Uhr kochte dann auch die erste Kochgruppe das Abendessen für über 30 Personen. Auch die erste Nacht im Zelt verlief für alle gut, trotz der bei Nacht niedrigen Temperaturen.

Montag. 8 Uhr.

Frühstück. 10 Uhr. Abfahrt zum Klettern an der Kalksteinwand Breitenberger Südwand in Gössweinstein. Die Lehrer und Jan fuhren jeden Tag etwas früher los, um für uns den Vorstieg zu machen. An der Südwand machten wir unsere ersten Meter an dem löchrigen Felsen und manche die ersten richtigen Sicherungserfahrungen. Wichtig beim Sichern war der Partnercheck, denn „kein Partnercheck Partner weg“. Dabei kontrollierte der Sichernde vor jeder neuen Route den doppelten Achterknoten und der Kletternde das GriGri (das Sicherungsgerät). Am ersten Tag klappte alles, jedoch war es noch etwas neu und der Fall ins Seil für einige noch unsicher. Gegen 16 Uhr holte uns Peter wieder ab und fuhr uns zum nahe gelegenen Supermarkt. Anschließend war Zeit zum Ausruhen oder Duschen bis zum Abendessen. 50Cent kostete eine warme Dusche, jedoch reichten die 5min den Meisten. Nach dem Essen gab es Lagerfeuer mit Gitarre und Marshmallows.

Dienstag ging es für uns nach Leupoldstein. Auf der Südseite war eine Kalksteinwand und auf der Nordeseite eine Granitwand. Die Nordwand wirkte zunächst unerreichbar hoch, da sie zum Einen bis zu über 20m hoch war und zum Anderen deutlich weniger Griffmöglichkeiten, als die Kalksteinwand aufwies. Beim Klettern merkte man, auf wie wenig man stehen konnte. So trainierten wir alle unsere Beintechnik. Man konnte einen deutlichen Unterschied zu Montag erkennen, alle fühlten sich in ihrer Gruppe und am Fels selber sicherer. Das Vertrauen wuchs.
An diesem Tag waren wir die Kochgruppe. Herr Vehring besorgte alles für unser Curry. Gemeinsam schnippelten wir eine Menge Gemüse und machten uns ans Kochen. Da merkten wir, dass das Würzen für über 30 Leute eine Herausforderung darstellt. Einigen war es fast zu scharf, Anderen viel zu mild. Nach dem Kochen musste alles abgewaschen werden. Wer weniger schnippelte, musste mehr spülen.

Mittwoch, „Ruhetag“. 8:30 Uhr.

Aufstehen, denn heute waren wir für das Frühstück verantwortlich.
Unser „Ruhetag“ bestand aus einer Wanderung nach Pottenstein. Angekommen hatte jeder die Wahl zwischen drei Aktivitäten, Schwimmen im Felsenbad, Sommerrodelbahn oder der Teufelshöhle, einer Tropfsteinhöhle. Danach wanderten wir wieder zum Campingplatz zurück, wo wir wieder kochen mussten. Dieses Mal gab es typisch tiroler Käsespätzle und für die Veganer Nudeln mit Tomatensoße. Einige machten Stockbrot für das anschließenden Lagerfeuer.
Der Ruhetag war da, um unsere Arme zu schonen, stattdessen hatten alle schlappe Beine und Blasen an den Füßen. Super „Ruhetag“.

Donnerstag war Prüfungstag, da wir nicht, wie die THG-Schüler*innen auf Kletter„freizeit“ sondern auf Kletter„fahrt“ waren. Prüfungstag klingt erstmal schlimmer, als es letzten Endes war. Wir kletterten wieder in bekannter Umgebung, der Kalksteinwand in Gössweinstein. Mit der neu gewonnen Energie und der neu erarbeiteten Technik von Dienstag fiel es den meisten einfacher auch die schweren Routen zu erklimmen. Dazu trug auch das gesteigerte Vertrauen in die Gruppe und das eigene Selbstbewusstsein bei. Auch der Ehrgeiz brachte einige hoch hinaus. Die „Prüfung“ bestand daraus, dass Herr Vehring uns extra kritisch und genau von unten beim Klettern beobachtete.
Am letzten Tag gaben alle ihr Bestes und Mögliches, ungeachtet der Prüfungssituation. Die Bemühungen konnte man klar an vielen blauen Flecken, besonders an den Knien, erkennen. Auch am letzten Abend gab es wieder bis tief in die Nacht ein Lagerfeuer.

Freitag bauten alle zunächst ihre eigenen Zelte ab und dann alle zusammen das Gemeinschaftszelt. Alles eingepackt und wieder negativ getestet, starteten wir mit Peter um 12 Uhr die Rückreise nach Göttingen. Sicher fuhr er uns erst wieder zu McDonalds und danach pünktlich zum THG.

Alle, die jetzt tatsächlich überlegen den Sportkurs „Klettern im Fels“ zu wählen, müssen sich nicht fürchten, denn auch ohne Vorerfahrungen lässt sich das Klettern am Fels meistern und bringt garantiert Spaß. 


Sportkurs Klettern am Fels