Manche Klassenfahrten enden nach der Rückkehr. Diese hier offenbar nicht. Denn obwohl unsere 10. Klassen schon vor einiger Zeit vom IJsselmeer zurückgekehrt sind, hat es ein bisschen gedauert, bis wir uns an den Bericht gewagt haben. Vielleicht lag es am Jetlag. Vielleicht am Seegang. Vielleicht mussten auch einfach erst einmal alle wieder festen Boden unter den Füßen bekommen. 😉
Vier Schiffe, vier Klassen und ein großes gemeinsames Abenteuer: Die 10. Klassen des Max-Planck-Gymnasiums waren auf dem IJsselmeer unterwegs – und haben dabei festgestellt, dass eine Klassenfahrt auch bedeuten kann, 24 Stunden am Tag miteinander auszukommen. Schlafen, essen, segeln, kochen, aufräumen – alles gemeinsam. Privatsphäre? Eher theoretisches Konzept.
Dafür gab es jede Menge zu erleben: Segel setzen, Knoten lernen, Kurs halten und gemeinsam das Schiff klar machen. Manche wurden dabei zu echten Segelprofis, andere entwickelten zumindest ein (überzeugendes) Talent dafür, so auszusehen, als hätten sie alles im Griff. Auch beim gemeinsamen Kochen wurde Teamarbeit großgeschrieben – schließlich musste nach dem Segeln dringend etwas auf den Tisch.
Und dann war da noch die Sache mit dem Duschen. Auf einem Schiff lernt man schnell, dass eine Dusche nicht einfach eine Dusche ist. Wasser ist kostbar, der Platz begrenzt und der richtige Zeitpunkt entscheidend. Kurz gesagt: Wer zu lange duschte, musste damit rechnen, dass der Rest der Crew einen kleinen Zwischenfall auslöste. 🚿
Zu den Höhepunkten gehörten der Ausflug nach Amsterdam und ein entspannter Vormittag am Strand. Aber auch die vielen kleinen Momente an Bord machten die Fahrt besonders: gemeinsames Lachen, neue Aufgaben ausprobieren, füreinander einstehen und irgendwann tatsächlich merken, dass man als Crew richtig gut funktioniert.
Und das Wetter? Top! Der Seegang? Kein Problem! Heimweh? Fehlanzeige! Die Stimmung? Bestens!
Natürlich war die Fahrt anstrengend. Wer schon einmal mit einer ganzen Klasse auf einem Segelschiff gelebt hat, weiß: Eine Segelfahrt ist definitiv keine Klassenfahrt mit Hotel-Frühstück und täglichem Handtuchwechsel. Aber genau das macht ihren Reiz aus. Man ist aufeinander angewiesen, übernimmt Verantwortung und erlebt gemeinsam Dinge, die man so schnell nicht vergisst.
Am Ende kamen unsere 10. Klassen müde, glücklich und ziemlich zufrieden wieder in Göttingen an.
Und jetzt, wo dieser Artikel endlich das Licht der Homepage erblickt, ist eigentlich der perfekte Zeitpunkt, schon wieder die Segel zu setzen!
Denn wer wissen möchte, wie es sich anfühlt, mit der Klasse unterwegs zu sein, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu kochen, zu segeln, zu lachen – und herauszufinden, wie viele Menschen gleichzeitig auf ein Schiff passen –, dem können wir eine Fahrt auf dem IJsselmeer nur empfehlen.
Also: Leinen los, MPG! Vielleicht heißt es für die nächsten Klassen schon bald wieder: AHOI und volle Fahrt voraus! ⛵🌊
Der neue 11te Jahrgang




