Am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet, Menschen misshandelt, verhaftet und ermordet. Auch in Göttingen wurde die Synagoge zerstört. Die Novemberpogrome markieren eine entscheidende Eskalation der nationalsozialistischen Judenverfolgung.
Aus Anlass des 88. Jahrestages beteiligt sich das Max-Planck-Gymnasium mit zwei Veranstaltungen am Gedenken.
Am Vormittag besucht der gesamte 11. Jahrgang eine Sondervorführung des Films Die Unsichtbaren – Wir wollen leben. Der Film erzählt die Geschichten von vier jungen jüdischen Menschen, die während der NS-Zeit in Berlin untertauchten, um der Deportation zu entgehen. Ein anschließendes Filmgespräch bietet Gelegenheit zur gemeinsamen Auseinandersetzung.
Am Abend gestalten Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe die zentrale Gedenkveranstaltung am Platz der Synagoge mit. Unter dem Leitgedanken „Auf den Wegen der Zerstörung“ beschäftigen sie sich mit den Ereignissen des 9. und 10. November 1938 in Göttingen, den beteiligten Tätern und den Schicksalen der Verfolgten. Symbolische Markierungen im Stadtraum machen historische Orte und Wege sichtbar.
Beide Veranstaltungen verbinden die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit mit der Verantwortung, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit auch heute entschieden entgegenzutreten.
(Frauke Bury / Alexander Liebig)