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Zeitzeugin Sybil Gräfin Schönfeldt berichtete über den Reichsarbeitsdienst

„Es war, als würde man der Hauptfigur eines Buches mit geschichtlichem Hintergrund zuhören. Zu realisieren, dass diese Person das alles tatsächlich erlebt hat, also praktisch ein lebendiges Stück Geschichte ist, gab einem das Gefühl, sich in diese Zeit zu versetzen und selber erst richtig zu verstehen, wie dieser schleichende, verheimlichte Prozess zum Nationalsozialismus stattfinden konnte, der sich vielleicht nochmals in einer Gesellschaft ähnlich wiederholen könnte.“ (Elisa, 9e1)

Frau Sybil Schleppegrell (geb. Gräfin Schönfeldt) besucht am Montag den 7.5. das Max-Planck-Gymnasium, um über ihre Zeit beim Reichsarbeitsdienst (RAD) während des Zweiten Weltkriegs zu berichten.

Geboren 1927 und unter anderem in Göttingen aufgewachsen und zur Schule gegangen, wurde sie 1944 als eine des letzten Jahrgangs zum sogenannten Reichsarbeitsdienst eingezogen und nach Oberschlesien geschickt, wenige Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Die inzwischen 91-jährige Frau Schleppegrell besuchte uns, um uns über diese Zeit zu berichten. Offen und authentisch erzählte sie dem gesamten 9. Jahrgang in der Aula im Minimax von ihrer Kindheit und Jugend in Göttingen, von ihrer Zeit im Reichsarbeitsdienst und der Irrfahrt nach dem Krieg zurück nach Göttingen.