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WPU-Kurs auf Exkursion im Sonderforschungsbereich

Einen der letzten Schultage dieses Schuljahres nutzte der WPU-Kurs Naturwissenschaften in Jahrgang 9 für seine Abschlussexkursion. Ziel war der Sonderforschungsbereich (SFB) 1073 im Institut für Physik der Universität Göttingen, der sich mit der „Kontrolle von Energiewandlung auf atomaren Skalen“, und damit auch mit der Erforschung einer effizienteren Nutzung erneuerbarer Energien, beschäftigt.

Zu Beginn der Veranstaltung, die im Rahmen der Göttinger Woche für Wissenschaft und Jugend stattfand und deshalb auch für einen Imagefilm gefilmt wurde, erläuterte Herr Kai Langemeyer den SchülerInnen die Arbeit des Sonderforschungsbereichs. Daraufhin wurde die Gruppe aufgeteilt, um sich das „REM“ und „TEM“ anzuschauen. Mit Hilfe des Rasterelektronenmikroskops erforschten die SchülerInnen die Oberfläche einer Fliege, wobei sie sehr beeindruckt davon waren, wie „behaart“ diese bei einer solchen Auflösung aussieht. Das in Deutschland einzigartige hochauflösende Transmissionselektronenmikroskop hingegen beeindruckte durch seine Größe und seinen hohen Anschaffungspreis und bot die Gelegenheit, einzelne Goldatome zu „sehen“.

Nach einem Vortrag über Halbleiter, Solarzellen und die Funktionsweise der Grätzelzelle, einer farbstoffbasieren Solarzelle, wanderten wir hinüber in die Räume der Chemie, wo die SchülerInnen nun selbst experimentell aktiv werden konnten. Sie bauten nach Anleitung Grätzelzellen und einer Gruppe gelang es sogar, den bisherigen dort erreichten „Rekord“ bei der gemessenen Spannung zu „knacken“: ihre Grätzelzelle lieferte eine Spannung von 0,415V und erreichte damit fast den Wert einer industriell gefertigten Solarzelle.

Gestärkt durch Kaffee, Tee und Kekse, die uns vom SFB angeboten wurden, ging es weiter mit einem zweiten Vortrag über die Möglichkeiten der Nutzung von Wasserstoff als Energiespeicher, bevor die SchülerInnen wiederum in Experimenten erforschten, wie man Solarzellen schalten muss, um sie zur Wasserspaltung nutzen zu können. Fehlen durfte hierbei aber auch nicht der Nachweis der entstandenen Reaktionsprodukte!

Den Abschluss dieses nach Schülermeinung anstrengenden, aber sehr interessanten und informativen Tages, bildete ein gemeinsames Mittagessen in der Nordmensa.