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„Wir sind mit ihm noch ins Café gegangen, als er schon einen Judenstern trug“…

so berichtete am 24. Oktober die 91-jährige Zeitzeugin Frau Ilse Friedrich, die auf Einladung der Klasse 10L als Zeitzeugin von ihren Erfahrungen im Nationalsozialismus berichtet hat.

Frau Friedrich blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Ihr Lebensweg reicht von der Jugend in Berlin über Pommern, Schlesien, Bayern, Brasilien, das Emsland bis nach Göttingen. Als sie 12 Jahre alt war, kam Hitler an die Macht und der Alltag änderte sich in vielerlei Hinsicht, wenn auch schleichend. Aus der Mädchenklasse unserer Zeitzeugin am Lyceum haben 10 jüdische Schülerinnen nicht überlebt, andere wiederum sind ausgewandert. Manchmal, so sagte Frau Friedrich, seien Menschen aus ihrem Umfeld einfach verschwunden: deportiert oder von der Gestapo festgenommen. Dennoch wurden die Kontakte zu bekannten jüdischen Familien nicht abgebrochen. In schlimmer Erinnerung bleiben ihr die Reichspogromnacht von 1938 und die Bombenangriffe.
Moritz, Anabel, Gordian, Annika und Lennart haben die Befragung nach entsprechender Vorbereitung im Unterricht sehr einfühlsam durchgeführt, auch wenn sie lauter als üblich sprechen mussten. Vielen Dank hierfür und ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Friedrich, die sich trotz der Mühen des Alters relativ früh und in Begleitung ihres Sohnes am MPG eingefunden und die Klasse durch ihre Anwesenheit um Vieles bereichert hat.

Die Klasse 10L