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Wenn der Berg ruaft, …

… dann spielt auch das Wetter keine Rolle! Getreu dem Motto sind knapp 10 MPG-Teammitglieder aufgebrochen. Heute galt es nämlich zu entscheiden ob die Originalstrecke und damit auch der Scharfrichter der TdE, der Hohe Hagen mit seinen steilen Rampen zum ersten Mal in Angriff genommen wird.

Der Anteil der Racer war heute überschaubar und dank des Regens sind sie gleich los. Zu den Schauern, die am Anfang mit wechselnder Intensität daherkamen, gab der kräftige Westwind auf dem Hinweg zum Hagen sein Bestes als GEGENWIND. Doch davon haben wir uns nicht die Laune vermiesen lassen! Leichte Einbußen waren dann allerdings doch zu verzeichnen, als dazu noch die fiese Rampe hinter Mengershausen kam. Gerade, wenn man in dieser langen Steigung merkt, dass es oben heraus noch einmal steiler wird, kamen wir mal wieder aus dem Windschatten der Bäume und der nasse Gegenwind klatschte uns ungeschützt ins Gesicht. So gestählt konnte uns der unmittelbar folgende Anstieg nach Bördel keinen Schrecken mehr einjagen. Zum Testen der Beine wurde Bördel durchfahren, denn vor dem Hagen sollte jeder einmal spüren, was eine harte Steigung ist. Mit Ansage tauchte nach einer Rechtskurve im Dorf ein längeres fast zweistelliges Stück auf: „Ok, so was hatten wir noch nicht!?!“ Beim Atemholen nach der Kuppe mit Blick auf Hoya bemerkten wir, dass der Regen fast komplett weg war. Dies hatten wir uns verdient. Und mit dem Schwung wollten alle den Hagen angehen!

Die Abfahrt nach Dransfeld haben wir genutzt, um die Beziehung zwischen Mensch, Rennmaschine und nassem Asphalt vertrauensvoller werden zu lassen, es gelang – zaghaft. Und plötzlich war die erste Rampe vom Hagen (ca. 10%) da und war schnell auch schon bezwungen. Das Erstaunen darüber, wie leicht die erste Rampe überwunden werden konnte, wich leichter Sorge, als ein nicht namentlich genannter Trainer frohlockte: „Beim Waldrand dahinten fängt die zweite Rampe an!“ Dabei wähnte man sich doch bereits in ihr und pedalierte schon mit dem kleinsten Gang . . . schluck! Aber wer eine Rampe schafft, der schafft auch noch eine (ca. 10%). Das längere „Flachstück“ (5-7%) dazwischen wurde zum Erholen genutzt, damit die finale Rampe einen nicht abwirft (über 10%). Das gelang fast allen und somit war der Scharfrichter Geschichte! Die extrem kurvige, z.T. verdreckte und zudem steile Abfahrt intensivierte die Mensch, Maschine, Asphaltbeziehung deutlich!

Der Rest war Asphaltsegeln, denn nun hatten wir den Wind auf unserer Seite, kannten die Strecke und konnten uns ausgiebig dem Erzählen hingeben. Fazit: Regen sieht von drinnen schlimmer aus als er sich draußen anfühlt und sogar in einer 5 % Steigung kann man sich erholen, wenn man vorher 10% hatte 😉