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Unsere Fahrt nach St. Petersburg

Am Freitag trafen wir uns um 4:20 Uhr morgens,  um mit dem Bus zum Flughafen nach Hamburg zu fahren. Von dort aus flogen wir ca. drei Stunden nach St. Petersburg. Danach holten uns die Familien vom Flughafen ab und den restlichen Tag lebten wir uns in den Familien ein. Die russischen Familien begrüssten uns sehr freundlich. Der Tag war für uns sehr aufregend sowie erlebnisreich und  wir freuten uns schon darauf Petersburg kennenzulernen.

Das Wochenende verbrachten wir mit den Familien, die alle schon ein Programm für uns vorbereitet hatten. Ein paar aus der Gruppe begaben sich auf eine sehr spannende Stadtrundfahrt im Bus auf Deutsch, bei der wir schon allerhand sahen und Sankt Petersburg kennenlernten. Wir konnten nicht nur erste Blicke auf die Eremitage und Peter-Pauls-Festung erhaschen, sondern auch verschiedene Kirchen bestaunen, wie zum Beispiel die Spas-na-Krovi-Kirche mit ihren wunderschönen Mosaiken und dem berühmten Zarenblut. Dabei lernten wir viel über russische Kirchenkultur und russisch-orthodoxe Riten. Doch nicht alle nahmen an dieser Stadtrundfahrt teil. Manche gingen mit ihren Gastfamilien gemeinsam in die Stadt und noch andere in den Zirkus. Gegen Abend trafen sich noch ein paar bei ihren Gastfamilien. Wir alle fanden den Tag sehr interessant, aber auch anstrengend, da vor allem die Stadtrundfahrt nach vier Stunden sehr erschöpfend war. Dennoch waren wir alle sehr beeindruckt.

Am Sonntag besuchten einige das deutsche Viertel von Sankt Petersburg, insbesondere die deutsche, evangelisch-lutherische St.-Petri-Kirche und ihre sog. Katakomben.  Auch hier erfuhren wir viel Neues, vor allem über das Leben Deutscher in Petersburg im Laufe der Zeit: Die Geschichte von Gebäuden und der  Gemeinde (wie etwa die traurige Geschichte des Kirchengebaeudes in der Sowjetzeit als Schwimmbad), berühmte und weniger berühmte Deutsche in Sankt Petersburg (z.B. Heinrich Schliemann und die Familie Siemens) und das allgemein traurige Schickal der Russlanddeutschen in der Sowjetzeit.  Dies war für uns alle eine ganz besondere Erfahrung, besonders weil sie uns die deutsch-russischen Beziehungen, auch im Laufe der Geschichte, sehr schön veranschaulichte.

Am Montag, den 13. März, begann der Austausch offiziell um 9 Uhr in der Peterschule. Die stellvertretende Schulleiterin begrüßte uns sehr freundlich und erzählte uns etwas über die deutsch-russischen Verbindungen der Peterschule. Danach schauten wir ein Film über die Leningrader Blockade, die Belagerung der Stadt Petersburg, die in der Sowjetunion Leningrad hieß, durch die Wehrmacht im Jahre 1941-44. Schockierend war für uns die hohe Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung mit über einer Million Toten durch Hunger oder Luftangriffe.

Nach dem Mittagessen in der Schulmensa machten wir uns auf den Weg in das Blockademuseum. Dort sahen wir Exponate, die von Zivilisten während der Blockadezeit aufgehoben wurden und dadurch die Sowjetzeit überstanden hatten. Es wurde eindrücklich gezeigt, wie schrecklich die Lebensumstände der Einwohner v.a. in den Wintern der Blockade waren.

Gegen 17 Uhr wurden wir von unseren Gasteltern abgeholt, verbrachten den restlichen Tag in den Familien. Alles in allem war es ein sehr interessanter und eindrucksvoller Tag.

(von Svea, Leonard, Sebastian und Adrian)