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Studienfahrt nach Wien

Am Sonntag, den 23.09.2018, fuhren das Tutorium Kunst unter der Leitung von Frau Lüers und das Tutorium Geschichte unter der Leitung von Frau Bury und in Begleitung von Herrn Johnen los nach Wien. Da wir nicht um fünf Uhr morgens in einem Bus losfahren mussten, sondern erst um neun Uhr mit dem Zug, war es eine angenehme Fahrt. Nach acht Stunden erreichten wir unser Ziel: Wien. Angekommen in der Jugendherberge ging es gemeinsam zum Abendessen in das Gasthaus Siebenstern-Bräu als erste Station, um die österreichische Küche auszuprobieren. Da wir alle von Anfang an begeistert von Wien waren, hieß es für uns nicht direkt nach dem Abendessen "Zurück zur Jugendherberge", sondern wir erkundeten die Stadt bei Nacht.
Auf dem Programm der folgenden Tage standen viele künstlerische sowie geschichtliche und politische Besuche und Aktivitäten. Am Montag besuchte das Kunst-Tutorium die Albertina, wo wir nicht nur einen Einblick in eine der größten und wertvollsten grafischen Sammlungen der Welt bekamen, sondern auch Einblicke in die Klassische Moderne mit den Meisterwerken von Monet bis Picasso. Nach der Besichtigung der bedeutenden Kunstwerke bekamen wir eine Stadtführung und trotz des kühlen Wetters lauschten wir Schüler gespannt der Geschichte Wiens. Die SchülerInnen des Geschichts-Kurses besuchten parallel das österreichische Parlament und durfte im momentanen Übergangsquartier, der Hofburg, einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen Österreichs erhalten. Zwischen den Aktivitäten wurden Pausen in Wiens vielen Caféhäusern eingelegt und abends wieder die Stadt erforscht. Am 25. September besichtigte das Kunst-Tutorium zusammen mit dem Geschichts-Tutorium die Vereinten Nationen, danach besuchte das Kunst-Tutorium das Kunsthistorische Museum. Ganz klar: ein Museum für jeden Kunstliebhaber. Wir waren begeistert von den prunkvollen Meisterwerken, die von Altertum bis ins 17. Jahrhundert reichten. Wir bewunderten die beeindruckenden Werke von großen Künstlern wie den Turmbau zu Babel von Pieter Bruegel oder die Madonna im Grünen von Raffael da Urbino, und außerdem die Innengestaltung des Gebäudes, unter anderem die goldene Treppe, Statuen und Marmorböden. Währenddessen ließ sich der Geschichts-EA in der Albertina die Werke klassischer Moderne von Monet bis Picasso in einer eindrucksvollen Führung erklären. Am Abend besuchte die beiden Tutoriate zusammen die Aufführung Mephisto nach dem Roman von Klaus Mann im Burgtheater, die drei Stunden dauerte. Am 26. September besuchte das Kunst Tutorium das Hundertwasser-Museum und das Hundertwasser-Haus. Der jüdischen Geschichte Wiens und der nationalsozialistischen Vergangenheit Österreichs waren die Schülerinnen und Schüler des Geschichts-Tutoriats bei einem Erinnerungsrundgang sowie einem Besuch im Jüdischen Museum auf den Spuren. Danach ging der Kunstkurs in das Leopold-Museum, das eine umfassende Ausstellung dem Jahrhundertkünstler Gustav Klimt widmete. Passend dazu besuchte das Kunst-Tutorium zusammen mit dem Geschichts-Tutorium das obere Belvedere-Museum im Schloss Belvedere. Zu sehen war das berühmteste österreichische Gemälde und Highlight der Schausammlung im Oberen Belvedere: "Der Kuss" von Gustav Klimt. Zudem konnte man im Oberen Belvedere einen schönen Blick auf Wien genießen. Am Abend gingen die beiden Tutoriate zusammen zum zweiten und somit zum letzten gemeinsamen Abendessen in Wien in ein typisch österreichisches Gasthaus, den Schnitzelwirt, es wurden sehr viele Wiener Schnitzel bestellt. Natürlich wurde danach noch der letzte Abend in Wien gefeiert. Am Freitag, den 27. September, am Tag der Abreise, besuchte das Kunst-Tutorium noch die Ausstellung "55 Dates" zur Zeitgenössischen Kunst im Mumok, wo wir ein Ausstellungsgespräch hatten, und nochmal das Leopold-Museum, diesmal jedoch zu einem anderen bedeutenden Wiener Künstler, Egon Schiele. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Skizzen, Briefe und Fotografien gaben uns einen umfassenden Einblick in sein außergewöhnliches künstlerisches Schaffen, auch praktisch konnten wir uns seiner Arbeitsweise im Atelier annähern. Zum Abschluss der Fahrt besichtigte der Geschichts-Kurs das Naturhistorische Museum, wo
uns interessante vorzeitliche Artefaktebeeindruckten. Danach am Bahnhof mussten wir noch ein wenig warten, weil es Komplikationen mit dem Zug gab. Als wir im Zug zurück nach Göttingen saßen, waren alle erschöpft, da es anstrengend war, so eine Stadt wie Wien in fünf Tagen zu durchmessen. Wir waren alle zufrieden mit unserer Kursfahrt und wir haben viele neue Eindrücke gesammelt. Und von dem einem oder der anderen hörte man: "Ah, ich glaube, ich werde in Wien studieren."