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Russland-Austausch besucht die St. Petersburger Museen

Weitere Eindrücke von der Austauschfahrt nach Russland bieten die ausführlichen Berichte von Svenja und Leoni, die besonders die kulturellen Highlights von St. Petersburg in den Mittelpunkt stellen:

Den Montag begannen wir damit, uns über das Wochenende auszutauschen, welches alle auf eine andere Art und Weise verbracht hatten, sowie auch mit einzelnen Unterrichtsbesuchen. Eine Gruppe von drei Schülerinnen verbrachte zum Beispiel die erste Stunde von 9 bis 10 Uhr in einer fortgeschrittenen 8. Klasse und bekam dort einen ganz anderen Blick auf die deutsche Sprache vermittelt. Außerdem werteten wir unsere im Rahmen der Projektarbeit durchgeführten Befragungen der Gast(groß)eltern aus.
Danach fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt und machten uns zu Fuß weiter auf den Weg zum Faberge-Museum. In diesem hatten wir eine englische Führung, welche uns in den neun Räumen des Museums verschiedene historische Stücke zeigte.
Das besondere Augenmerk lag dabei selbstverständlich auf den Faberge-Eiern und ihrer besonderen Geschichte. Wir bekamen das erste jemals gefertigte Osterei zu sehen und auch wie sich diese vom Zaren Alexander III begonnene Tradition weiterentwickelte und die Eier somit größer und ausgefallener wurden. Besonders beeindruckend waren dabei die Details und die Aufmerksamkeit die in jedes Ei, sowie das Geschenk, welches sich innen befand, gesteckt wurde, was zu komplexen handgefertigten Mechanismen und auch exakten Repliken von unter anderem einer Kutsche von Nicolas II führte.
Obwohl Faberge heutzutage für die einzigartigen Eier bekannt ist, machten diese nur einen kleinen Teil der eigentlichen Produktion aus, weshalb es im Museum viele weitere Stücke zu betrachten gab. In den nach farblichen Themen benannten Räumen waren unter anderem auch Zigarettenschachten, Bilderrahmen, Uhren, welche mit vielen verschiedenen komplizierten Techniken verziert waren, ausgestellt. Aber auch silberne Suppenschüsseln, verziert mit dem doppelköpfigen Adler, dem Symbol der Zaren, oder Figuren, welche eine Ausnahme bildeten, da sie keinen praktischen Nutzen besaßen, wurden damals gefertigt. Viele der Stücke hatte man als diplomatische oder persönliche Geschenke in Auftrag gegeben.
Nach der Führung bekamen wir noch ein bisschen Zeit, um uns noch einmal selbst im Museum umzusehen und auch andere Stücke zu betrachten.
Im Anschluss daran hatten wir auch noch ein bisschen Freizeit in der Stadt, die wir bei dem Regen dazu nutzten zu essen und nach Souvenirs zu schauen.
Später ging es wieder zurück zur Schule, wo wir auf unsere Austauschpartner warteten und uns daraufhin gemeinsam auf den Weg machten. Einige gingen nach Hause, um den restlichen Tag mit der Familie zu verbringen, andere besuchten den botanischen Garten oder gingen shoppen.
(Svenja, 10e1)

Am Dienstag, dem 19.03.2019 starteten wir den Tag mit einem Unterrichtsbesuch, bei welchem wir in Gruppen von jeweils drei Schülern auf die Klassen aufgeteilt wurden. Wir besuchten  die unterschiedlichen Deutschkurse der Peterschule, manche gingen in die Kurse der jungen Schüler, welche gerade anfingen, Deutsch zu lernen, andere besuchten die Schüler, welche kurz vor dem Sprachdiplom stehen. Teilweise konnten wir sogar im Unterricht mitmachen und den Schülern bei ihren Aufgaben helfen. Auch am Projekt wurde in kleinen Gruppen weiter gearbeitet.  
Anschließend machten wir uns dann mit der Metro auf den Weg in die berühmte Hermitage. Dort bekamen wir leider keine Führung und bildeten deshalb kleine Gruppen, in welchen wir das Museum selbstständig erkundeten. Man hatte die Möglichkeit Audioguides zu leihen, diese Entscheidung blieb uns selbst überlassen, die meisten entschieden sich allerdings dagegen, da die Leihgebühren zu hoch waren und man Informationen über das Ausstellungsstück auch neben dem Gegenstand fand.
Bis 14 Uhr hatten wir nun Zeit, das Museum zu besichtigen, man konnte sich Gemälde von großen Künstlern wie Vincent van Gogh oder Rembrandt ansehen, zu besichtigen gab es allerdings auch Gegenstände wie Vasen aus dem alten Ägypten oder Asien. Zudem gab es eine gesamte Ausstellung, welche sich im untersten Stockwerk befand, die sich mit Asien beschäftige. Zu sehen gab es dort alte Alltagsgegenstände wie Besteck und Geschirr aber auch Münzen und Waffen aus dem alten Ägypten welche mehrere hundert bis tausend Jahre alt sind, aber auch die alten Särge der Pharaonen konnte man sich ansehen. Außerdem gab es Ausstellungen, in welchen man Gegenstände fand, welche sich auf das 15. bis 19. Jahrhundert datieren lassen und aus Rom, Griechenland und dem eurasischen Raum stammen.
Der Großteil der Ausstellung befand sich jedoch im ersten Stockwerk, dort hatte man die Möglichkeit, sich alte Möbel anzusehen, welche teilweise aus dem 17. Jahrhundert stammen und einst im Winterpalast das Mobiliar ausmachten.
Dieses Mobiliar, sowie die Räume des Palasts sind teilweise noch original erhalten, sie überstanden sogar den Zweiten Weltkrieg ohne beschädigt zu werden. Besonders auffällig waren die aufwendigen Deckengemälde, welche in den zahlreichen, prunkvoll ausgeschmückten Räumen zu finden sind.  Sie zeigen per Hand gemalte Bilder, welche die Räume aufgrund der meistens an den Himmel erinnernden Motive größer wirken lassen. Zu diesem Bereich kam die große Bildergalerie hinzu, in welcher man die bekanntesten Gemälde anschauen konnten. Zu sehen gab es Landschaftsbilder aus Russland, welche über 200 Jahre alt sind, aber auch einige Portraits, welche russische Adelige zeigten. In einer weiteren Abteilung wurden aus Stein hergestellte Statuen ausgestellt, darunter waren nicht nur einfache Menschen zu sehen, sondern auch bekannte Skulpturen, wie die von der Venus de’ Medici.
Nach der Besichtigung des weltbekannten Museums hatten wir etwas Freizeit, wir teilten uns erneut in kleine Gruppen auf und konnten nun tun, wonach uns war, einige gingen in ein Cafe, um sich auszuruhen, andere kauften Souvenirs. Um 15:45 trafen wir uns am abgesprochenen Treffpunkt, um gemeinsam zur Schule mit der Metro zurückzukehren. An der Peterschule kamen wir um 16:30 Uhr an und wurden von unseren Austauschpartnern empfangen, welche nach ihrem langen Schultag den Rest des Tages mit uns verbrachten. Die meisten gingen in die Stadt, um mit Freunden den Tag ausklingen zu lassen, andere besichtigten ein weiteres Museum oder fuhren einfach nach Hause, um dort mit der Familie das Abendessen zu kochen.
Abschließend lässt sich sagen, dass es ein gelungener, interessanter aber auch anstrengender Tag mit vielen neuen Eindrücken war.
(Leoni, 10e1)