Edumaps    Padlet (endet 25.04.)   Moodle     WebUntis     IServ

New Yorker Künstlerin Liz Magic Laser arbeitet mit 8l und Sprachlernklasse

Kegel stehen wie kleine Sträucher in der Sporthalle, daneben stehen die Ständer für Hochsprunglatten als große Bäume, grüne Bänder symbolisieren Blattwerk. Die Geschichte, die ein geflüchteter Junge aus der Sprachlernklasse im Workshop mit der New Yorker Künstlerin Liz Magic Laser erzählt hat, schildert einen Teil seiner Flucht. Mit einigen anderen Jungen wechselte er sich ab, einen Verletzten durch den Wald zu tragen. In der Turnhalle wird dies improvisiert nachgestellt, ein Schüler aus der 8l liegt auf seinen Schultern und wird durch das Gesträuch getragen. Das Projekt ist als Teil der Ausstellung „Identification please“, die am Sonntag im Alten Rathaus vom Kunstverein eröffnet wird, entstanden und zeigt die außergewöhnliche Zusammenarbeit einer englischsprachigen Künstlerin mit deutschen, eritreischen und syrischen Jugendlichen. Es ist im Rahmen einer Kooperation der Kunstvermittlung des Kunstvereins und Max-Planck-Gymnasium entstanden.

Bei der Vorbereitung der Ausstellung stand die Frage im Mittelpunkt, welchen Einfluss Zeitungsbilder auf unsere Wahrnehmung haben. Durch zwei Fragebögen wurden die Schülerinnen und Schüler der 8l für dieses Thema sensibilisiert, im Workshop waren sie aufgefordert, die Umgebungen auf den Fotografien mit einfachen, vorhandenen Mitteln nachzustellen sich mit PolitikerInnen, BürgerInnen und Geflüchteten zu identifizieren, die in aktuellen Titelgeschichten dargestellt sind. Aus den Fotografien und Videoaufnahmen, die mehreren Tagen intensiver Auseinandersetzung entstanden sind, hat die Künstlerin ein eigenes Kunstwerk gemacht. Diese performative Arbeit ist im Alten Rathaus zu sehen, dokumentiert als Video, aber auch als eine Ausgabe ihrer Zeitungsreihe „Living Newspaper“. The Living Newspaper war ursprünglich eine Form des Agitprop-Straßentheaters im sowjetischen Russland. Ziel der lebenden Zeitung war es die aktuellen Nachrichten an die Bevölkerung, die zu dieser Zeit größtenteils analphabetisch war, zu übermitteln.