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Nach der TDE ist vor dem Stadtradeln

And the winner is ....

Kleine Nachlese der TDE 22

Nun haben endlich beide Siegerinnen ihre wohl verdienten Medaillien: in der Jugend (w) Jolina Herbig links auf der 100 km und Kaja v. Eynatten Junioren (w) auf der 45 km Strecke.

Eine herzliche Gratulation  von uns!

 

Der Sieger Junior (m), Jannik Dornbusch,  ist oft auf diesem Youtube Video bis etwa Bördel zu sehen. Es vermittelt einen guten Eindruck vom Renngeschehen, weil es mit einer onboard Kamera aufgenommen wurde. ABER nur vom Rennen in der ersten Gruppe, in der die erfahrenen und schnellen Teilnehmern*innen starten. Dort, wo die meisten unserer Schüler*innen fahren, ist es von Beginn an deutlich leerer!

Der Bericht unserer Siegerin in der Juniorinnenklasse, 100km, Ehre, wem Ehre gebührt!

 

“Viele von uns kennen vermutlich das Gefühl am Morgen eines Renntages. Das Kribbeln im Bauch und die ständige Frage im Kopf, ob alles glattlaufen wird. Auch mir ging es so am Sonntagmorgen. Ich hatte soeben festgestellt, dass meine Zeit vom letzten Jahr (Zeitfahren) bei einer richtigen Tour vermutlich im Besenwagen gelandet wäre. Dadurch stieg die Nervosität natürlich auch nochmal um einiges. Besonders als ich die ganzen Menschenmassen sah, darunter auch riesige Gruppen von Radfahrern, wo ich sofort erkannte, dass diese auf einem ganz anderen Niveau waren. Nach dem Mannschaftsfoto mit dem MPG sah ich noch dem Start der 45km-Runde zu. Als es dann langsam ernst wurde stellte ich mich in meinen Block und wusste, dass ich ab jetzt auf mich allein gestellt war. Da ich in Block F (dem letzten Block) war, waren zum Glück die besonders schnellen Starter weiter vorne. Andererseits waren dadurch auch die Gruppen sofort weg, und damit auch der Windschatten. Bis zum Berg Deiderode sah ich jedes Mal, wenn ich nach hinten blickte einen Rettungswagen und hielt diesen für den Besenwagen, was mich total unter Druck setzte. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich dadurch auch schneller gefahren bin, was gar nicht so negativ ist. Zum Glück wurde der Abstand zu diesem Rettungswagen immer größer, was den Druck nachlassen ließ (Auch wenn es gar nicht der Besenwagen war). Ein wenig später kam dann der Berg Meensen. Dort hat mich ein Teil meiner Familie angefeuert. Ich hatte zwar schon einige überholt, aber immer noch keinen Windschatten gefunden, weshalb ich nach der Abfahrt von Meensen und in Hann Münden keine besonders schnelle Geschwindigkeit hatte. So langsam fingen auch die Beine an zu schmerzen, aber das war mir egal. Meine größte Schwierigkeit letztes Jahr war der Berg von Hemeln. Für mich war das damals der Horror, weil es sich einfach so lange zieht. Aber dieses Jahr war ich vorbereitet, weshalb ich in keinem zu schnellem Tempo hochgefahren bin, um meine Kräfte zu sparen. Trotzdem war ich sehr froh, endlich oben zu sein und dachte mir: “Jetzt nur noch der Hohe Hagen, das schaffe ich…”. Aus Angst vor dem Besenwagen hielt ich nicht an der Verpflegungsstation an.

Auf der Abfahrt von Hemeln kam ich ohne Windschatten nur sehr schwer voran, weshalb ich total dankbar war, als mich am Ende doch eine Zweier-Gruppe aufnahm. Wir sind bis nach Dransfeld gemeinsam gefahren und haben auch ein bisschen geplaudert, die beiden waren total nett. Nun lag nur noch der Hohe Hagen vor mir. Am Anfang noch langsam und gegen Ende immer schneller gab ich mein bestes. Auch wenn ich nicht besonders stolz auf mein Bergsprint-Ergebnis sein kann, bin ich zufrieden. Denn ich hatte ja Hemeln schon hinter mir. Auch diese Verpflegungsstation nutzte ich nicht, um noch ein paar Leute zu überholen. Dann kam die Abfahrt vom Hohen Hagen, die ich bedauerlicherweise nicht so genießen konnte, da ich keinen Windschatten und starken Gegenwind hatte. Aber dann fing es auch noch an zu regnen weshalb ich anfing zu frieren und auch kaum noch was sehen konnte, da ich keine Radbrille hatte. Naja irgendwie hab ich es geschafft und ab Volkerode hörte es dann auch auf zu regnen. Die letzten Kilometer wollte ich einfach nur noch absteigen, da mir alles wehtat und als ich dann endlich Göttingen erreichte, war ich einfach froh angekommen zu sein. Ich dachte am Anfang nicht, dass ich ankommen würde, da ich ja den Besenwagen hinter mir geglaubt hatte zu sehen, weshalb es für mich noch schöner war, anzukommen. Im Ziel angekommen, hatte ich leider die Siegerehrung des MPG’s schon verpasst, durfte den Pokal aber trotzdem mal halten. Ein paar Minuten später meinte mein Vater, ich solle auf die Bühne. Ich jedoch war völlig verwirrt, denn ich hätte niemals erwartet mit dieser Zeit irgendwas zu gewinnen, aber tatsächlich war ich erste in meiner Altersklasse geworden. Danach konnte ich super-stolz meine Nudeln genießen und dann nach Hause fahren. Ich hoffe alle hatten viel Spaß an der Tour und werden auch nächstes Mal wieder dabei sein!”

Das Stadtradeln findet statt in der Zeit vom 12.6 bis 2.7.22

Stadtradeln ist ….

eine bundesweiste Aktion vieler Gemeinden und Städte, gemeinsam ein Zeichen für den Klimawandel zu setzen. Die Mitmachenden veruchen in dieser Zeit bewusst das Fahhrrad zu benutzen.

Das Stadtradeln bedeutet für Mitradelnde ….

ihre mit dem Rad zurückgelegten Kilometer mit Hilfe einer App zu sammeln.

Wer möchte gibt noch besondere Gefahrenstellen für Radfahrende an uns weiter, die werden gesammelt der Stadt übergeben.

Die Gesamtkilometer werden online präsentiert.

Weitere Infos folgen!