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Modeled United Nation: Das UN Planspiel des Max-Planck-Gymnasiums

Internationale Sicherheits- und Klimapolitik lebendig erleben: Vom 25. bis 26.01.15 simulierten rund 70 politikinteressierte Oberstufenschülerinnen und -schüler des Max-Planck-Gymnasiums Göttingen als Delegierte aus 17 Staaten in den Räumen der Privaten Hochschule Göttingen Tagungen des UN Sicherheits- und Klimarates IPCC und beschlossen dabei eine Resolution zur Syrienproblematik.

Göttingen. Im Rahmen der Projekttage des Gymnasiums boten Friederike Feindt und Jan-Soeren Zinke unter Betreuung der Lehrkräfte Laspe und Urban ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Möglichkeit, sich in Delegierte verschiedener Länder reinzuversetzen. Dabei sollten sie die sicherheits- sowie klimapolitischen Interessen der jeweiligen Staaten kennenlernen und anschließend bei Debatten in den jeweiligen Räten überzeugend darstellen und verhandeln. Ziel war eine abschließende Abstimmung der erarbeiteten Resolutionen in der Generalversammlung.

Initiiert von den Schülerinnen und Schülern, die die Delegation der Vereinigten Nationen von Amerika bildeten, legte der nachgestellte Sicherheitsrat hierfür einen Entwurf vor, der nach einstimmigem Beschluss in der Generalversammlung feierlich von allen hierzu gehörigen Bevollmächtigten unterschrieben wurde.

Die Schülerinnen und Schüler strebten als Vertreter der Nationen in Anbetracht der aktuellen Eskalation des Syrienkonfliktes, sowie zur Verhinderung der Ausbreitung des so genannten islamischen Staates, zur Reduzierung der Flüchtlingsströme und zur Entschärfung des Krisengebiet im Nahen Osten, folgende Maßnahmen an: Die Durchführung von militärischen Angriffen gegen den IS,  die Umstrukturierung des Staates unter Aufsicht der Vereinigten Nationen von 6 Monaten sowie die Ausrichtung von demokratisch legitimierten Wahlen.

Gleichzeitig müsse die neue Ordnung in Syrien v.a. durch wirtschaftliche Maßnahmen stabilisiert und Aufbauhilfe aus Deutschland in Form der Ausbildung syrischer Sicherheitskräfte gewährleistet werden.

Den Schülerinnen und Schülern, die sich mit der Klimaproblematik befasst haben, war es nicht möglich, eine ausgearbeitete Resolution vorzulegen. Zwar einigte man sich auf das Ziel, bis 2030 die weltweiten Treibhausgasemissionen um 35 Prozent zu verringern, die von der Delegation Frankreichs vorgeschlagene Gründung eines Klimafonds wurde durch einige Streitpunkte wie eine Sonderrolle Chinas als große Industrienation, von den USA jedoch verhindert.

Grund für eine fehlende Resolution ist die Komplexität der Problematik, die es den Schülerinnen und Schülern nicht ermöglichte, sich in vollem und nötigen Umfang innerhalb zweier Tage mit dieser zu befassen. Auch ist zu berücksichtigen, dass besonders beim Klimaproblem wichtige wirtschaftliche Akteure große Bedeutung und Hindernisse bei der Lösungsfindung darstellen, deren Einbindung in das Planspiel den Rahmen jedoch gesprengt hätten.  

Friederike und Jan-Soeren sind über die Organisation und Durchführung des Planspiels zufrieden. Sie freuen sich, den Schülerinnen und Schülern weltweite Zusammenhänge und Prozesse in der Politik näher gebracht zu haben und gleichzeitig die rhetorischen Fähigkeiten, die „Soft Skills“ und das Organisationsgeschick durch die formellen Debatten und Einhaltung der strengen Regeln der Vereinten Nationen gestärkt haben zu können. Auch die Teilnehmer sind begeistert: Sie danken den Organisatoren für die Möglichkeit, internationale politische Themen auch außerhalb des Schulalltags auf spannende und lebendige Art und Weise kennen zu lernen.