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Martin Luther ist tot – es lebe Martin Luther

Unter diesem Motto machten sich die beiden eA-Kurse Geschichte im Jg. 11, unter der Leitung von Herrn Fritz und Herrn Goscinski, auf den Weg, die Stadt zu erkunden, in der Luther studierte: Erfurt.

Landeshauptstadt Thüringens, 207.000 Einwohner: Das sind knallharte Fakten, die nicht wirklich etwas über eine so geschichtsträchtige Stadt aussagen. Erfurt ist der Inbegriff einer mittelalterlichen Stadt. Klein und beschaulich, enge Gässchen, urige Keller und trotzdem ist Erfurt eine Stadt der Superlative: Älteste Universität Deutschlands, älteste Synagoge Europas und längste mit Häusern bebaute Brücke nördlich der Alpen. Napoléon Bonaparte, Goethe und Luther sind nur ein kleiner Teil der großen Gesellschaft an historischen Persönlichkeiten, die Erfurt besuchten.

Kann man Geschichte erleben? Ja! Wo? In Erfurt natürlich! Und genau das haben wir getan. Neben einer informativen Stadtführung besuchten wir auch das Stadtmuseum. Doch hier mussten wir eine Enttäuschung hinnehmen. Historisch-kritische Forschung? Stellenweise Fehlanzeige, stattdessen Formen von Militarismus und materialisierter Stolz auf die eigene Geschichte.
Ja, die Erfurter sind stolz auf ihre Geschichte, besonders auf ihren Luther. Dabei war er als Student und Mönch nur zehn Jahre dort. Martin Luther ist der Reformator Deutschlands und in zwei Jahren jährt sich der sagenhafte Thesenanschlag Luthers an der Schlosskirche von Wittenberg zum 500. Mal. Reformation ist die Zurückbesinnung auf die Bibel, aber, wenn wir diese in zwei Jahren feiern, müssen wir auch in die Zukunft schauen. Aufgehört mit dem Streit zwischen Katholiken und Protestanten hat man in Erfurt schon lange. Man hat sich einfach arrangiert. Wichtig ist Luther für beide Konfessionen. Und in Erfurt lebt sein Vermächtnis weiter.

Es grüßen die beiden eA-Kurse Geschichte und empfehlen einen Besuch Erfurts.