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Kurzbericht über die Vorlesung „Ökozonen der Erde“

Am 12. November haben wir, die Klasse 10e2, einer Vorlesung in der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie an der Georg-August-Universität besucht.

Die Themen waren Wärme, Temperatur, Niederschlag, Verdunstung, Aridität und Humidität, die zur Differenzierung der Ökozonen dienen.  

Zu unserer Überraschung war der Vorlesungssaal nicht besonders voll und auch sonst haben sich die Studenten nicht wirklich so benommen, als ob ihre Anwesenheit von großer Bedeutung wäre. Sie haben lange gebraucht einzutreffen, ihre Gespräche zu beenden und wie wir befürchten, war ihre Aufmerksamkeit nicht 100%-ig, obwohl wir persönlich den Inhalt der Vorlesung höchst interessant fanden, auch aufgrund der Aktualität des Themas Erderwärmung. Ein weiterer Grund war wohl auch, dass wir nachvollziehen konnten, um was genau es ging und wie die Berechnungen bei einigen Beispielen zustande kamen.

Der Dozent verwendete eine Power-Point-Präsentation, um die gegebenen Daten zu veranschaulichen.

Er begann mit der Wärme und dementsprechend behandelte er auch die Themen Aridität und Humidität. Wir wissen jetzt, dass der Energieüberschuss am Boden 27% beträgt, aufgeteilt in fühlbare Wärme (5%) und latente Wärme, also die Wärme, die bei Verdunstung aufgenommen und bei Kondensation abgegeben wird (22%). So verdunstet 1kg Wasser in 2,257kJ.

Eine weitere Berechnung ist das Bowen-Verhältnis (ß) H/LE [-]. H ist der fühlbare Wärmestrom und LE der latente Wärmestrom. So sind humide Regionen mehr als 1ß, z.B. die Oase (<0) oder die Wälder und Grünländer der gemäßigten Breiten (0,4-0,8). Die ariden Regionen sind – weniger als 1ß – Australien, Afrika und Asien.

Weiter ging es mit der Temperatur und der Verdunstung. Ein Bereich sind hier die thermischen Jahreszeiten – und Tageszeitenklima. Bei Polnähe ist die Jahresschwankung größer als die Tagesschwankung. Dies hat zugrunde, dass das Jahreszeitenklima vom Polartag und der Nacht geprägt ist.

Genau umgekehrt ist es in Äquatornähe. Hier ist die Jahresschwankung kleiner als die Tagesschwankung, weil das Tageszeitenklima von Regen – und Trockenzeit geprägt ist.

Weiterhin gibt es noch die Ozeanischen Temperaturen, die durch Ozeanität und Kontinentalität differenziert werden (Thermoisoplethen).

Satelliten können genaue Temperaturwerte liefern. Sie nutzen dafür die Feuchtigkeit von Oberflächen und messen nicht die Lufttemperatur. Feuchte Oberflächen wie Vegetation leiten Wärme ab, d.h. die Verdunstung kühlt ab.

Der letzte Themenbereich, bevor es an Beispiele und Rechnungen präsentiert wurde, war der Niederschlag. Dieser kann auf drei Arten gemessen werden:

Terristische Niederschlagserfassung: Hier misst ein Radar die Tropfengröße, Entfernung und andere relevante Werte. Dabei bleibt er Regional, wie in der BRD mit einem 17x150km Radius.

Niederschlagserfassung per Satellit: Diese ist nur indirekt bestimmbar. Gemessen wird die Wolkenhohe (oberer Rand), die Wolkentemperatur, die Verlagerungsgeschwindigkeit der Wolken, die Energieübertragung latenter Wärme (Kondensation/Verdunstung) mittels Mikrowellen sowie IR-Strahlung.

Meteosatellit: Er verwendet Daten aus 36.000km Höhe, ist geostationär, d.h. es besteht eine kontinuierliche Beobachtung des z.B. Äquators oder Sulotropenraums. Ein anderer hat in 820km Höhe eine bessere Auflösung und wird nicht so sehr von Spurengasen belastet und fliegt sogar bei kurzzeitiger Beobachtung in polarer Umlaufbahn.

Es folgten noch detailliertere Ausführungen und Beispiele vom Dozenten, die wir aber entweder gar nicht oder nur sehr langsam nachvollziehen konnten. Während wir von seinen Folien abgeschrieben haben, fiel es uns schwer, seinem Vortrag gleichzeitig zu folgen. Wir konnten jedoch beobachten, dass sich die Studenten, im Gegensatz zu uns, gar keine oder nur wenige Notizen machten.

Insgesamt sind wir sehr glücklich eine Vorlesung besucht haben zu dürfen, um eine Vorstellung vom Studentendasein zu bekommen.