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Freiwilligendienst im Sport

Abitur, was dann?
Die klassische Frage, die vielen Absolventen/innen durch den Kopf geht. Die Optionen sind vielfältig. Einige Entschlossene entscheiden sich für ein Studium oder eine Ausbildung, Andere wollen nach den anstrengenden Lernphasen den Kopf frei bekommen und gehen dazu ins Ausland (z.B. Work&travel). Eine weitere gute Möglichkeit, um eine Lernauszeit zu nehmen und Zeit für mögliche Zukunftspläne zu schinden, ist für viele der Sport.

Diese Möglichkeit bietet der ASC Göttingen unter dem Namen „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport“. Der ASC vermittelt den Freiwilligen Einsatzstellen in Vereinen oder in Schulen, um dort meist mit Kindern sportlich aktiv zu sein.

Ich persönlich mache mein FSJ am Max-Planck-Gymnasium. In den großen Pause leite ich die sog. „bewegte Pause“. Die Schüler/innen der 5.-7. Klassen können sich in den Pausen verschiedenste Geräte (Bälle, Badmintonschläger, Tischtennisschläger, Springseile, Diabolos etc.) ausleihen. Wenn ich die Zeit habe, spiele ich selber mit. An zwei Terminen in der Woche leite ich Arbeitsgemeinschaften (AGs), in denen ich verschiedene Sportarten anbiete. Dabei bekommt man schöne erste Eindrücke, wie es ist, eine Sportgruppe zu leiten.

Dadurch, dass ich ab und zu den Sportlehrern assistiere, lernt man einige Tricks dazu, wie man so eine Aufgabe meistert. Zusätzlich bietet der ASC Seminare an, die zu einer bestimmten Anzahl verpflichtend sind. Innerhalb von zwei Wochen lernt man im Grund-und Aufbaulehrgang die Grundlagen für das Leiten einer Sportgruppe. Es besteht außerdem die Möglichkeit bei diesen Lehrgängen die Übungsleiter C-Lizenz zu erlangen, die sich später gut im Lebenslauf macht. Die Kosten für die Ausbildung übernimmt die Schule bzw. der Landessportbund (LSB).

Ein besonderes Event innerhalb meines Jahres an der Schule war mein durchgeführtes Projekt mit den 7. Klassen. Einen Vormittag lang haben die einzelnen Klassen ein Unihockey-Turnier ausgetragen, was ich organisieren durfte. Dabei musste ich an viele Sachen denken, die es zu organisieren gab. Das war eine sehr interessante und spaßige Erfahrung, vor allem, als zu sehen war, mit welchem Spaß die Schüler/innen dabei waren.

Auf das Turnier folgte die Klassenfahrt des 7. Jahrgangs nach St. Andreasberg zum Skilaufen. Mit mehr als 100 Leuten waren wir in der Mindener Hütte untergebracht und der Rollenwechsel vom Teilnehmer zur Aufsichtsperson wurde mir besonders deutlich. Auf der Fahrt war der Blick „hinter die Kulissen“ beeindruckend. Als Teilnehmer bedenkt man viele organisatorische Aspekte einer solchen Fahrt gar nicht und wundert sich, warum die Betreuer gestresst sind. Das ist mir nun klar geworden. Ich habe allerdings viel Spaß mit den Schüler/innen gehabt, da ich sie nochmal besser kennenlernen konnte und ich habe auch einige Spiele ausprobieren können, die mir auf den Seminaren beigebracht wurden.

Es ist schon ungewohnt auf einmal so viel Verantwortung für eine große Gruppe zu tragen. Das habe ich bei der Durchführung meines Projekts gemerkt und bei der Schwimmbegleitung zweimal die Woche. In den 5. und 7. Klassen wird ein halbes Jahr im Sportunterricht geschwommen und ich hatte die Aufgabe als Aufsichtsperson 
für die Sicherheit der Kinder zu sorgen (natürlich nicht ganz alleine).

Ich konnte mir dabei verschiedenste Lehrmethoden und -inhalte anschauen, was ich äußerst spannend in dem bisherigen Jahr fand. Ich durfte sogar für zwei Wochen einen Oberstufen-Sportkurs vertreten. Ich habe mit einer Gruppe von knapp 20 Schülern/innen einen Fitnesszirkel durchgeführt und dabei einiges lernen können, was das Anleiten von Übungen und den zeitlichen Aufwand betrifft.

Letzten Endes kann ich jedem/r Sportinteressiertem/n dieses Jahr empfehlen, da ich in sehr viele Sportarten und den Lehrerberuf Einblicke bekommen habe. Meine persönliche sportliche Aktivität ist dabei nicht beeinträchtigt worden, im Gegenteil. Ich habe nachmittags an vielen Sportkursen teilgenommen und viel Spaß dabei gehabt. Übrigens, ein kleines monatliches Gehalt gibt es dafür auch.

Für das Schuljahr 13/14 wird mein Nachfolger gesucht. Wer sich dafür interessiert und vielleicht noch einige Fragen hat, kann sich bei mir oder bei Herrn Vehring melden.

Ich hoffe, dass sich so schnellstmöglich jemand meldet.