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Berlin, Berlin, wir fuhren nach Berlin!

Die Vorfreude auf drei Tage in Berlin war groß, als wir uns am Morgen des 12. Dezember mit unseren beiden Politik-eA Kursen und unseren Lehrerinnen Frau Kamin und Frau Henne am Bahnhof trafen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in unserem Hotel, welches praktischerweise ganz in der Nähe des Hauptbahnhofes und damit auch nicht weit entfernt von der Innenstadt liegt, ging es schon bald weiter ins Verteidigungsministerium. Dort erwartete uns bereits ein Offizier der Bundeswehr, der uns über die Rolle Deutschlands in der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik informierte. Der Vortrag kam bei allen sehr gut an, da der Offizier all unsere Fragen beantwortete und sein spürbar großes Interesse an dem Thema an uns weitergeben konnte.

Den letzten Teil des Tages verbrachten wir damit, in kleinen Gruppen Berlin und seine zahlreichen Weihnachtsmärkte zu erkunden. Einige machten sich auf den Weg zum Alex und genossen den Ausblick von ganz oben auf ein vorweihnachtliches Berlin in der Dunkelheit.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück weiter zum Holocaustmahnmal, an dem jeder etwas Zeit bekam, um für sich durch das durchaus bedrückende Denkmal zu gehen. Der anschließende Weg zum Reichstag führte uns am Brandenburger Tor vorbei, vor dem die ganze Gruppe den obligatorischen Touristopp samt Gruppenfoto einlegte. Der Besuch im Reichstag führte uns allerdings nicht nur hinauf zur Kuppel, sondern auch direkt in den Plenarsaal, in dem wir eine Debatte über eine neue Gesetzesvorlage zur Vergabe von Arzttermine verfolgten. Abschließend erfuhren wir von zwei Praktikanten des Vizepräsidenten des Bundestages Thomas Oppermann, dass so mancher Sitzungstag sich schonmal bis in die Nacht ziehen kann und der Alltag eines Bundestagsabgeordneten zwar abwechslungsreich und spannend, aber oft auch sehr anstrengend und stressig ist. Bevor wir den Reichstag wieder verließen, gewährten uns die Praktikanten noch Einblicke in die Fraktionsebene des Bundestages sowie in den eigenen Fraktionssaal der SPD.

Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir ein Stück aus Berlin raus zum ehemaligen Stasigefängnis Hohenschönhausen, in dem wir Einblicke in ehemalige Gefängniszellen und erschreckende Hintergrundinformationen über die menschenverachtenden Lebensbedingungen der Gefangenen erhielten.

Den Tag beendete rund die Hälfte von uns nach einem gemeinsamen Abendessen entweder auf einer kleinen Eisbahn direkt am Alexanderplatz oder in einer Gondel des Riesenrads, welches direkt neben der Eisbahn stand, um noch einmal Berlin von oben zu genießen.

Am Freitagmorgen wurden wir hinter bisher verschlossene und unbeachtete Türen der U-Bahn-Stationen in die Tiefen der Berliner Unterwelten geführt. Dort verschaffte uns die (etwas ungewöhnliche) Führung, beziehungsweise ein Mitarbeiter der Berliner Unterwelten, dessen ironisch- sarkastische Art sowohl für einige Lacher als auch für etwas Verwirrung sorgten, interessante Einblicke in die ehemaligen Bunker und Notfallpläne der BRD.

Die Besichtigung der Gedenkstätte Berliner Mauer war dann leider schon der letzte Programmpunkt unserer Berlinfahrt und so verließen wir Berlin am Freitagnachmittag nach drei schönen, ereignisreichen Tagen wieder und machten uns auf den Weg Richtung Göttingen.