Der dritte Tag in Weimar

Donnerstag, 30. Januar 2020

Am dritten Tag unserer Weimarfahrt begannen wir nach einem herzhaften Frühstück mit unserem Besuch im Goethe-Schiller-Archiv. Im Zentrum stand der Gedankenaustausch zwischen den beiden Poeten, zum Beispiel über literarische Werke wie Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“. Auch durften wir originale handschriftliche Stücke der bekanntesten Genies der Weimarer Klassik einsehen. Den krönenden Abschluss bildete eine Führung durch das gesamte Archiv einschließlich des normalerweise nicht einsehbaren Magazins, in dem die besonders signifikanten Schriften gelagert werden.
Der anschließenden Mittagspause folgte die Fahrt auf den Ettersberg, wo wir uns zu einer Führung durch das Konzentrationslager Buchenwald einfanden. Erschreckend klar schien uns nun die Vergangenheit. Der Gang durch den  ehemaligen Ort des Grauens brachte uns die Geschichte und das unaussprechliche Leid der Häftlinge näher als jeder Film und jedes Buch. Der prägendste, aber auch schockierendste Moment des Tages war das Betreten der Massenverbrennungsanlage von Buchenwald, in der die zu Tode gequälten Häftlinge von den SS-Schergen eingeäschert wurden, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Die innere Bewegtheit stand der gesamten Gruppe ins Gesicht geschrieben.
Trotz des heute Gesehenen blicken wir voller Vorfreude auf die kommenden zwei Tage in Weimar und die damit einhergehenden Erlebnisse.