Exkursion ins Geowissenschaftliche Zentrum

Göttinger Woche der Wissenschaft: Pfiffikus-Exkursion ins Geowissenschaftliche Zentrum der Universität Göttingen

Bei brütender Hitze Bus zu fahren ist sicher nicht das, was man sich an einem der heißesten Tage des bisherigen Sommers wünscht. Da man das geowissenschaftliche Zentrum im Nordcampus der Georg-August-Universität aber auf diese Weise am schnellsten erreicht, stiegen 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge sechs und sieben und die beiden begleitenden Lehrkräfte tapfer in die Linie 8 ein und verbrachten zwei sehr interessante Stunden im Geopark und in verschiedenen Abteilungen des Geowissenschaftlichen Instituts.

Während der Führung durch den Park, bei der man immer wieder Ausschau nach einem Schatten spendenden Baum oder Stein hielt, lernten wir, dass wir immer noch in der Eiszeit leben – wenn auch in einer (offenbar!) wärmeren Phase - , was der Unterschied zwischen einer Basaltbombe und einer Basaltsäule ist und konnten Schmelzreste eines Meteroiteneinschlags sowie versteinerte Stammteile von Mammutbäumen sehen und 'begreifen'. Das „Brunnentor“ mit seinen Abbildungen der vergangenen und zukünftigen Lage unserer sich ständig verändernden Kontinente stellte eine weitere Station des Rundgangs dar.

Er führte uns danach zu einer Schiefertafel mit versteinerten Fischsaurier-Abdrücken und zum Erdbebensimulator im geowissenschaftlichen Museum, der alle, die sich trauten und Lust hatten, einmal kräftig durchrüttelte.
Abschließend wurden unter der Anleitung von Frau Techmer und Herrn Bartels einige der Schülerinnen und Schüler zu Wissenschaftlern, die Experimente durchführten und in Eis eingeschlossenes Metan aus seinem 'Käfig' befreiten, um es zum Brennen zu bringen. In einem weiteren Experiment wurden Pflanzenfasern mit flüssigem Stickstoff blitzartig tiefgefroren: Es ist schon bizarr, ein vormals biegsames Maisblatt an der Tischkante in tausend Stücke zu schlagen, und die Frage, ob 'Eis-Metan' eine Energiequelle der Zukunft ist, bewegt immerhin Wissenschaftler in aller Welt.

Nachdem sich jeder noch einen Schieferrest mit fossilem Pflanzenabdruck als Andenken aussuchen durfte, ging's wieder mit dem Bus zurück – in eine leere Schule, denn die anderen hatten inzwischen hitzefrei bekommen. „Wir haben immerhin was erlebt“, tröstete sich einer der Teilnehmer, und ins Freibad konnte man dann ja immer noch fahren.