Austauschfahrt nach Amiens 2012

Nachdem uns die Franzosen im Dezember 2011 besucht hatten, war im März endlich der  Gegenbesuch nach Amiens geplant, einer nördlich von Paris gelegenen Stadt.

Nach einer staufreien aber langweiligen Busfahrt wurden wir am Donnerstag sehr herzlich von unseren Corres in Amiens an der Schule Robert de Luzarches empfangen und gingen erwartungsvoll und auch aufgeregt in unsere Familien.

Am folgenden Tag wurden wir in der Schule vom stellv. Direktor mit einem kleinen Buffet willkommen geheißen. Danach machten wir eine Stadtrally, die sehr spannend war, da Amiens eine wunderschöne und moderne Stadt ist, die aber auch tolle alte Ecken hat.

Dann stand das Wochenende bevor, an dem die Corres so Einiges  für uns geplant hatten. Amiens hat viele tolle Angebote für Jugendliche, und so erlebten wir nicht nur ein spannendes Bowling-Turnier, sondern durften auch einen Battle mit Laser Game spielen. Dabei hatten wir allerdings das Nachsehen gegenüber den Franzosen, die uns gnadenlos schlugen.

Aufgrund des interessant zusammengestellten Programms war es für uns dann auch in der folgenden Woche keine Sekunde langweilig. Wir besuchten das Jules-Verne-Museum, den gleichnamigen Zirkus, die beeindruckende Kathedrale von Amiens, von deren Turm man eine grandiose Sicht über die Stadt hat, usw.

Doch zwei Tage stachen dann ganz besonders heraus: Einer davon war der Tag in Paris. Die meisten von uns waren das erste Mal dort und mussten sich in einer so gigantisch großen Stadt erst einmal zurechtfinden. Die Handys und Kameras waren permanent gezückt. Das Wetter war perfekt. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten in der Stadt der Liebe gab es allerdings auch unglaublich viel Dreck, Bettler und sichtbare Armut. In unserer freien Zeit konnten wir auf eigene Faust die Stadt erkunden.

Der Tag, den wir beide ganz besonders toll fanden, war der Tag am Atlantik. Wir starteten bei schlechtem Wetter in Amiens und dann wurde es immer schöner. Zuerst besichtigten wir einen großen deutschen Soldatenfriedhof mit ca. 22.000 Gräbern. Dort legten wir vor einer Statue einer Mutter, die auf die Soldaten Acht gibt, die nie wieder aus dem Krieg nach Hause gekommen sind, eine Schweigeminute ein.  Nach diesem sehr beeindruckenden Erlebnis fuhren wir in einen Vogel-Nationalpark. Dann, endlich, ging es ans Meer, an dieses große, wilde Meer. Der Wind war so stark, dass man sich einfach zurücklehnen konnte und nicht umfiel. Der Sand raste wie bei einem Sandsturm über den Boden. Als dann noch die Sonne zu scheinen begann, trauten sich einige ganz Mutige spärlich bekleidet in das eiskalte wilde Wasser hinein. Ein Traumtag!

Schon brach leider der letzte Tag an, morgens besichtigten wir noch eine soziale Einrichtung für bedürftige Familien,  shoppten dann noch ein wenig , bis unsere Corres aus der Schule kamen, und hatten einen tollen Abschlussabend  in einem libanesischen Restaurant (scheußliches Essen, tolle Stimmung).

Nun mussten wir wieder zurück, gerade jetzt, wo wir immer mehr mit der Gruppe zusammenwuchsen. Aber natürlich freuten wir uns auch wieder auf Göttingen und unsere Familien.

Frau Strobauch und Frau Bruns haben uns eine tolle Zeit bereitet, wofür wir uns hier noch einmal herzlich bedanken.

Diese Tage werden wir sicher nie vergessen!
Alex Sommerfeldt und Jakob Steiner