Bus Scouts

  am MPG

Seit dem Schuljahr 2009/10 beteiligt sich auch das MPG am sehr erfolgreichen Bus-Scout-Programm, bei dem bereits 64 Schulen aus der Stadt und dem Bereich Südniedersachen teilnehmen und bisher über 3000 Schüler/innen und Schüler ausgebildet wurden, von denen auch jetzt noch mehr als 2000 Schüler/innen sind.

In einem 6-stündigen Intensiv-Training mit dem Trainerteam  Corinna Klaus-Rosenthal  von der Polizei und (Karl-) Heinz Voß von den Göttinger Verkehrsbetrieben wurden bis zum Herbst 2011 bisher 46 Teilnehmer/innen aus dem jeweiligen 8.Jg. intensiv in den Grundlagen des fairen Miteinanders und konstruktiver, gefahrloser Interventionsmöglichkeiten geschult (Bus Scouts sollen keine „Helden“ oder „Hilfspolizisten“ sein s.u.!).

An vier Nachmittagen wurde anschließend das theoretisch Erlernte in jeweils einer Doppelstunde in einem extra für das Training bereit gestellten Bus an einem „Originalschauplatz“ in Rollenspielen geübt (inklusive der „anschaulichen“ Erfahrungen, welche Wirkungen eine Vollbremsung bei nur 25 km/h eines Busses für die Insassen haben kann!).

Bus-Scouts, wozu?

Bus-Scouts sorgen im Team mit anderen Bus-Scouts für ein besseres Miteinander auf dem Schulweg. Als Bus-Scout kann man sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Bus-Scouts sind kein Sicherheitsdienst, auch keine Hilfspolizisten, sondern helfen z. B. als Vermittler zwischen streitenden Schülern. Damit soll auf Dauer die Situation in den Bussen und auf dem Schulweg verbessert werden.

Was macht ein Bus-Scout?

Als Bus-Scout hat man die Gelegenheit seinen Mitschülern und -schülerinnen gegenüber mit gutem Beispiel voran zu gehen, durch sein Verhalten und Auftreten etwas zu bewegen und für mehr Zivilcourage bei sich und seinen Mitschülern zu sorgen. Dadurch gibt es mehr Sicherheit an den Bushaltestellen und in den Bussen, weniger Verletzungen durch Rangeleien etc.

Leitsätze

Bus-Scouts

  • übernehmen Verantwortung, schauen nicht weg
  • treten nie allein auf, sondern stets im Team
  • sind stets freundlich, hilfsbereit und fair
  • kennen ihre Grenzen, werden nicht selbst Konfliktursache
  • handeln freiwillig und sind nicht Helfer der Polizei oder des Busunternehmens

Wie wird man Bus-Scout?

Bus-Scouts gibt es an fast allen Schulen mit Sekundarstufe I in den Landkreisen Osterode a.H., Northeim und Göttingen.

Eigens dafür ausgebildete Trainerinnen und Trainer aus den Verkehrsbetrieben und von der Polizei bereiten die Schülerinnen und Schüler in einem umfangreichen Schulungsprogramm auf ihre Aufgabe als Bus-Scout vor. Sie stehen auch danach noch wie auch eine Vertrauensperson in der Schule für die weitere Begleitung zur Verfügung.

Die so erlernten Fähigkeiten werden auch in Zukunft in der Schule, der Freizeit oder später im Berufsleben von großem Nutzen sein. Als Bus-Scout lernt man:

  • wie andere durch Gespräche zu überzeugen sind.
  • wie brenzlige Situationen zu erkennen und richtig einzuschätzen sind.
  • wie Körpersprache zum eigenen Vorteil eingesetzt werden kann.
  • wie man vor anderen Mitschülern selbstbewusst auftritt und seine Meinung vertritt.
  • wie jeglicher Art von Gewalt und gefährlichen Situationen schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen ist.
  • wie man unparteiisch überzeugen kann.

Welche Voraussetzungen braucht ein Bus-Scout?

Die Arbeit als Bus-Scout ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Engagement ist also das wichtigste Kriterium. Zudem muss mindestens die 8. Klasse erreicht sein und das Einverständnis der Eltern und Lehrer vorliegen.