Begabungsförderung - Vielfalt gestalten

Das Max-Planck-Gymnasium versucht, den vielfältigen Stärken und Begabungen seiner Schülerinnen und Schüler durch ein möglichst breitgefächertes Angebot gerecht zu werden. Neben Arbeitsgemeinschaften, der Teilnahme an Wettbewerben und natürlich dem Unterricht gibt es weitere Möglichkeiten, seinen Interessen nachzugehen und Fähigkeiten auszubilden. Das Konzept der Begabungsförderung ist in Zusammenarbeit mit anderen Göttinger Schulen im Kooperationsverbund "Begabungsförderung" entstanden.

Seit 2002 ist das Max-Planck-Gymnasium in diesem Verbund tätig. Aktuelle Mitglieder des Kooperationsverbundes Göttingen I sind die Albanischule, die Grundschule Friedland, die Grundschule Janusz-Korczak-Schule sowie das Hainberggymnasium und das Max-Planck-Gymnasium. Im Schuljahr 2014/2015 kamen außerdem die Kita Baumhaus und die Kita St. Michael dazu. Das Konzept wird durch die Kooperation gefestigt, erweitert und angepasst. So werden immer wieder neue Ziele vereinbart, wie z. B. die Organisation von institutionenübergreifenden Experimentiertagen (bislang "Chemie" und "Sprachen"), Fortbildungen im Zweijahres-Rhythmus sowie die Weiterführung der bestehenden Projekte. Zu diesen gehören Angebote des MPG für Schülerinnen und Schüler der Albanischule - Spanisch-, Französisch- und Lateinunterricht, Lego-Roboter, Schach, die Schülerzeitung Susikeiten - oder "Chemie für Grundschüler".

Des Weiteren bietet das Max-Planck-Gymnasium folgende Projekte und Aktivitäten im Bereich der Begabungsförderung an:

Lernlust statt Schulfrust

Das klingt idealistisch, und genau das soll unsere AG sein: Sie ist der Versuch, Kinder, die hinter ihrem Potenzial zurückbleiben, dazu zu bewegen, ihre Fähigkeiten besser entwickeln und einsetzen zu können.

Freude am Lernen

Dieses Ziel enthält auf den ersten Blick widersprüchliche Begrifflichkeiten, doch erfahren wir alle es ja durchaus als befriedigend, gute Leistungen zu erzielen. Größer ist der Gegensatz von „Frust“ und „Lust“, denn für die Kinder, die an der AG teilnehmen, ist nahezu jede Form von schulischer Leistungserwartung negativ besetzt. Eine große Unlust sich anzustrengen, verhindert es, trotz der vorhandenen Intelligenz und Begabung erfolgreich am Unterricht teilzunehmen.

Ursachen für unüberwindbare Unlust

Die Ursachen dieser Problematik sind natürlich vielfältig, wobei oftmals ein Auslöser von „Schul- oder Lernfrust“ darin besteht, dass überdurchschnittlich begabte Kinder ihre gesamte Grundschulzeit ohne Lernen mühelos bewältigen. In der weiterführenden Schule fordern die Vielzahl der Fächer und das Erlernen der ersten und zweiten Fremdsprache dann aber eine bislang fast unbekannte Selbstdisziplinierung; Ordnung zu halten und Auswendiglernen gehören plötzlich zum Alltag. Hinzu kommt das Arbeiten in Sozialformen, die ein hohes Maß an Rücksichtnahme und gegenseitiger Unterstützung verlangen.

Sinkendes Selbstwertgefühl

Wenn man nicht schon früh gelernt hat, sich anzustrengen und die Phase des Frustes auszuhalten, ist es später schwierig, solche negativen Befindlichkeiten zu ertragen und ein (be)lohnendes Lernen zu entwickeln. Kinder, die diese Schwierigkeiten haben, erzielen schlechte Leistungen, verinnerlichen ein niedriges Selbstwertgefühl und werden nicht selten sozial auffällig.

Individuelle Unterstützung

In unserer AG möchten wir mit solchen Kindern zusammenarbeiten. Ziel ist, dass die Kinder herausfinden, welches individuelle Lernverfahren am besten passt, wie sie Unlust überwinden und ihre Begabungen besser entfalten können.

Die Arbeit selbst besteht darin, sich gut genug kennenzulernen, um Vertrauen aufzubauen und sich gegenseitig zu respektieren. Dies soll im Spiel und durch Gespräche geschehen. Außerdem gilt es herauszufinden, wer wie am besten lernen kann und welche Strategien es gibt, um frustrierende Phasen zu überstehen und Lernen sogar als einen befriedigenden Vorgang zu erleben.

Zusammenarbeit mit Eltern und Klassenkollegium

Dass dabei der Austausch mit den Eltern und beteiligten Lehrerinnen und Lehrern unerlässlich ist, versteht sich von selbst. Regelmäßige Gespräche mit Eltern und Kollegen sind ein fester Bestandteil der Arbeit. Auch psychologische Sachkenntnis soll eine Rolle spielen, wenn wir uns ergänzend zur verwendeten Fachliteratur ggf. Rat und Unterstützung von Jugend- und Kindertherapeuten holen – selbstverständlich im Einverständnis mit den Kindern und Eltern.

Ansprechpartnerin: Frau Runte

„Drehtür“

Die Tür zwischen Klassenstufen und Schule und Universität ist nicht fest verschlossen: Schülerinnen und Schüler mit hervorragenden Leistungen können teilweise auch nur in einem Fach am Unterricht einer höheren Klasse teilnehmen und gegebenenfalls überspringen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit der Teilnahme an Veranstaltungen der Universität für begabte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.

Ansprechpartnerin: Frau Runte

Arbeitsgemeinschaften

Unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften sind besonders geeignet, „Könner“ in ihren Interessen und Fähigkeiten herauszufordern und sie diese weiterentwickeln zu lassen, wie z.B. die angebotene AG Schreibwerkstatt, AGs zur Wettbewerbsvorbereitung, aber auch eine Reihe anderer AGs, über die man sich im Verzeichnis der angebotenen Arbeitsgemeinschaften informieren kann.

Beratung

Fragen zum Bereich "Begabungsförderung" können Schülerinnen und Schüler sowie Eltern immer mittwochs zwischen 13.15 und 13.45 Uhr mit Frau Runte klären. Vereinbaren Sie bitte einen Termin über das folgende Kontaktformular.